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Ausstellung und Verkauf von australischer Aboriginal-Kunst im Rautenstrauch-Joest-Museum

Geschrieben von Petra Schulten auf Januar 30, 2018
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Wüste – Meer – Schöpfermythen so heißt eine aktuelle Sonderausstellung, die das Rautenstrauch-Joest-Museum in Kooperation mit der Freiburger Galerie Artkelch veranstaltet. Noch bis zum 04.03.2018 sind in zwei Räumen Skultpuren und Gemälde australischer Künstler zu sehen. Viele wurden bereits verkauft, andere sind noch zu haben. Der Preis für das günstigste Werk liegt derzeit bei 1.350 Euro, das teuerste ist für 14.900 Euro zu haben (Stand Januar 2018).

Die Ausstellung hat ein interessantes Konzept: Es werden Künstler zweier Kooperativen nebeneinander ausgestellt. Die einen leben in der Wüste in Westaustralien (Spinifex Arts Project), die anderen am Meer im nordöstlich gelegenen Arnhemland (Buku-Larrŋgay-Mulka Centre). Die unterschiedlichen Lebensräume spiegeln sich deutlich im künstlerischen Ausdruck.

Im ersten Raum (Spinifex Arts Project) sind hauptsächlich Bilder zu sehen, die im typischen Tupfstil (Dotart) Landschaften darstellen. Auf den ersten Blick erkennt man dies jedoch nicht; es scheint sich um abstrakte Malereien zu handeln. Jedoch gibt es in der Tradition der australischen Ureinwohner bestimmte Methoden, um Hügel, Flüsse und andere Landschaftsmerkmale darzustellen. Die Bilder sind jedoch selten reine Landkarten, sie erzählen auch oft Geschichten. Hier sind z. B. mehrere Mythen erzählt, die mit der Figur der Regenbogenschlange zu tun haben. Die ausgestellten Skulpturen stellen ebenfalls mythologische Gestalten dar, z. b. das Bergkänguru Dhulaku. Die langgestreckten, mit Mustern versehenen Figuren wirken sehr elegant.

Im zweiten Raum (Buku-Larrŋgay-Mulka Centre) sind die Skulpturen größtenteils Larrakitj, von Termiten ausgehölte Baumstämme, die ursprünglich zur Aufbewahrung sterblicher Überreste der Ahnen verwendet werden. Die Ausstellungsstücke sind jedoch reine Kunstobjekte, die niemals rituell verwendet wurden. Sie sind mit unterschiedlichen Mustern verziert, z. B. mit unendlich vielen Meereschen, kleinen Fischen, die deutlich zu erkennen sind. Auch die Bilder enthalten leichter zu deutende Symbole und Muster als die der Wüstenbewohner. Geht es um eine Geschichte, in der Menschen, um aus der Gefangenschaft befreit zu werden, in Schmetterlinge verwandelt werden, so sind diese eindeutig zu identifizieren. Ebenso ein symbolisches Boot, Fische und Flüsse usw.

Egal, ob man nur die Ausstellung besuchen oder sogar ein Kunstwerk kaufen möchte – wenn man wirklich begreifen möchte, was die Stücke aussagen, sollte man mindestens die bereitgestellten Informationsmöglichkeit nutzen oder noch besser eine Führung besuchen. Aber die Bilder und Skulpturen sind auch so aussdrucksstark, dass man sich einfach so zu ihnen hingezogen fühlen kann und darin ganz andere Dinge erkennen kann, als die dargestellten, z. B. Zellstrukturen.

Das Rautenstrauch-Joest-Museum befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Neumarkt und ist mit den Straßenbahnlinien 1, 3, 4, 7, 9, 16 und 18 zu erreichen. Der reguläre Preis für die Sonderausstellung beträgt 4 Euro, das Kombiticket für die Dauer- und die Sonderausstellung kostet 9 Euro.

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