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Energieausweis

Energieausweis - Verbrauchsausweis und Bedarfsausweis

Die Energieeinsparverordnung schreibt inzwischen die aktive Vorzeigepflicht von einem Energieausweis vor. Es reicht nicht mehr darauf zu verweisen, dass dieser vorhanden ist, sondern Sie müssen bei der Werbung auch auf die Energiewerte hinweisen. Auch bei Zeitungsanzeigen ist darauf zu achten, daß die wichtigen Informationen vorhanden sind. Allgemein anerkannte Kürzel vereinfachen dies.

aktive Vorzeigepflicht

Die aktive Vorzeigepflicht besteht dabei sowohl beim Verkauf als auch bei der Vermietung. Übrigens: Eigentümer, die sich nicht an diese Verordnung halten können Bußgelder bis zu 15.000 € auferlegt werden.

© Fotolia.com - Alexander Raths
© Fotolia.com - Alexander Raths

Energieausweis - Ausnahme Denkmalgeschützte Immobilien

Der Gesetzgeber sieht nur eine Ausnahme vor.

Bei denkmalgeschützten Immobilien besteht keine Pflicht zur Erstellung und zum Vorzeigen des Energieausweises.

In Einzelfällen – besonders gute Energiewerte – ist dies aber dennoch sinnvoll.

Denkmalplakette Nordrhein Westfalen - Foto Rheingold Immobilien

Energieausweis - Ausweisarten

Verbrauchsorientierter Ausweis

Der Verbrauchsausweis bezieht sich auf die tatsächlichen Energieverbräuche der Gebäudebewohner. Basis sind die Abrechnungen der letzten drei Jahre. (Schwäche: Unterschiedliche Effizienz je nach Bewohner, Leerstand, Bewohner mit oder ohne Kinder, etc.).

Fragen Sie nach der Wohnsituation im Haus und in den Wohnungen.

Bedarfsorientierter Ausweis

Berechnungsgrundlage sind die baulichen Aspekte wie Heizungsanlage, Dämmung und Qualität der Fenster.
Ab 5 Wohneinheiten sowie bei Objekten die nach 1978 gebaut wurden besteht zwischen beide Energieausweistypen die freie Wahl.
Bei bis 1977 gebaute Häuser mit maximal 4 Wohneinheiten benötigen Sie einen Bedarfsausweis.

Gültigkeit der Energieausweise

Ein Energieausweis ist 10 Jahre lang ab dem Ausstellungsdatum gültig. Seit Inkrafttreten der ENEV 2014 werden auch die Energieausweisklassen A+, A, B, C und D angezeigt. Verglichen mit älteren Energieausweisen sind dabei auch deutlich strengere Vorgaben für den grünen Bereich des Energieausweises umgesetzt worden. Wundern Sie sich daher nicht über das andere Aussehen.

Energieausweis - Aussagekraft des Ausweises

© Fotolia.com - grki
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Ziel des Energieausweises

Ziel des Energieausweises ist es Ihnen einen Vergleich der energetischen Beschaffenheit von Gebäuden in ganz Deutschland zu ermöglichen. Dies wird in der Praxis aber durch verschiedene Faktoren erschwert: Durch gesetzliche Änderungen hat sich das Dokument im Laufe der Zeit stark verändert. Energieträger werden inzwischen anders bewertet.

Aussagekraft von Energieausweisen

Zudem hängen die Energiekosten aus einer Vielzahl von Faktoren ab, die sich aber im Ausweis gar nicht abbilden lassen. Interessant sind Hinweise zur Gebäudemodernisierung. Aber auch hier ist der Ausweis mit Vorsicht zu genießen, während manch ein Energieberater hiermit sehr sparsam umgeht setzt manch ein anderer zu viele Modernisierungsmaßnahmen ein. Letztendlich sind Modernisierungen gut, sie müssen sich aber auch amortisieren.

Tipp:

Achten Sie beim Kauf einer Immobilie auf die wirklichen Kosten. Fragen Sie nach der Hausgeldabrechnung und falls separat vorhanden die Abrechnung des Energieversorgers.

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