Coworking - Win-Win-Situation für Vermieter und Mieter

Coworking ein neuer Trend - Egal, ob Selbständige, junge oder etablierte Unternehmen – alle schätzen die Vorteile des Büroteilens. 

Das Büro mit anderen zu teilen liegt im Trend. In vielen Ballungszentren steigt das Interesse an Coworking-Flächen. Denn es ist ein lohnendes Investment. Eine Win-Win-Situation sowohl für Vermieter als auch Mieter. Egal, ob Selbständige, junge oder etablierte Unternehmen – alle schätzen die Vorteile des Büroteilens.

Kaum ein anderer Sektor des Immobilienmarktes ist so wachstumsstark wie Coworking Spaces. Diese Büroflächen können Unternehmen und Selbständige mieten. Die Infrastruktur – wie Internet, Netzwerk, Telefon, Drucker, Scanner, Fax, Beamer, Besprechungsräume – wird den Mietern zur Verfügung gestellt. Denn diese sind sowohl interessant für Selbständige, die dort Netzwerke knüpfen, als auch für junge Unternehmen, die schnell ein günstiges Büro benötigen. Aber auch etablierte Unternehmen, die expandieren, sehen den Benefit. Waren es zunächst Großraumbüros, gibt es inzwischen auch Mischformen aus Großraum- und Einzelbüros.

Dadurch, dass mehrere Mieter ihre Ressourcen bündeln, können sie sich auch mehr Luxus leisten. In vielen Coworking Spaces befinden sich großzügige Freizeitbereiche mit Kicker, Tischtennisplatte und Ähnlichem, die gerade in der Kreativszene gefragt sind. Damit sollen hochqualifizierte Mitarbeiter angeworben werden. Beispielrechnungen zeigen, dass eine Coworking-Fläche für ein Team von 15 Mitarbeitern auf einen Zeitraum von drei Jahren annähernd das Gleiche kostet wie für ein traditionelles Büro.

Wer seine Büroflächen flexibel anbietet, erweitert damit natürlich den Interessentenkreis und erhöht die Nachfrage am eigenen Objekt. Da die Mietkosten von mehreren Parteien getragen werden, entstehen auch Möglichkeiten für entsprechend höhere Raten. Zudem können Vermieter ohne Erweiterung ihres Portfolios ihr Risiko streuen, indem sie ihre bis dahin an Einzelfirmen vermieteten Räumlichkeiten mehreren Parteien öffnen.

Bisher befinden sich Coworking Spaces mehr oder weniger zentral in den Innenstädten, denn sie müssen in der Regel mit dem öffentlichen Nahverkehr erreichbar sein. Dabei eignen sich so gut wie alle Objektarten: Neubauten, Denkmalgebäude oder ehemalige Fabrikhallen. Ein gewisser Designanspruch sollte aber erfüllt sein. Für Eigentümer lohnt es sich auf die Hilfe von Experten wie Innenarchitekten zu vertrauen. Dabei ist die Frage schwierig, welche zusätzlichen Flächen wie Küche, Meetingräume, Fitnessstudio Sinn machen und ob sich diese kostendeckend mit vermieten lassen. Für Kollektivflächen sind Mieten erzielbar, die 12 bis 20 Prozent über den Mieten herkömmlicher Flächen liegen, wie eine Analyse des Maklerhauses JLL ergab.

Außerdem ist es auch möglich, dass Teile selbstgenutzter Immobilien an Coworker (unter-) vermietet werden. So können Unternehmen ihre Risiken streuen und bei eigener Expansion aufgrund der kurzen Mietzeiten diese Flächen wieder hinzunehmen. Bei solchen Mischnutzungen müssen Vermieter von einer höheren Frequenz und Belebung der Allgemeinflächen ausgehen, weil mehr Personen auf weniger Raum unterkommen. Coworker wollen oft rund um die Uhr Zugang zu ihren Räumlichkeiten haben. Daher sollte der Vermieter über eine Zugangskontrolle oder moderne Schließsysteme nachdenken.


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